Die Wäsche

Der Freizeit einen Korb geben.

Heute mal kein Fußballthema. Warum? Weil das einzige was mir zum Fußball einfällt, die Idioten sind, die Böller werfen, sich mit der Polizei prügeln und Unbeteiligte eher an Krieg, als an ein Sportfest erinnern.

So einfach machen wir uns das natürlich nicht. Denn das Leben bietet ja noch soviel mehr.

Mein Arbeitgeber hält es für eine gute Idee, mich dieses Wochenende ins Büro zu beordern. Das ist erstmal kein Problem. Stellt aber organisatorisch die Herausforderung, dass ich Dinge, die ich normalerweise am Wochenende machen würde, nun bereits innerhalb der Woche machen muss.

Naturgemäß habe ich diesen Gedanken allerdings erst Freitag nach der Arbeit. Bedeutet also, ich müsste die Aufgaben des gesamten Wochenendes an einem Abend erledigen. Auch wenn ich die Kunst des Selbstbetruges mitunter sehr schätze („Du machst nächste Woche einfach mehr Sport – die Tüte Chips ist gar kein Problem…“), ich weiß, dass ich das

  • a) nicht schaffen kann und
  • b) auch gar nicht soviel machen möchte.

Also beschränke ich mich nur auf das Notwendigste. In diesem Szenario wäre das, dass ich sehr selten den Wunsch habe, nackt vor die Tür zu gehen. Mit diesem Hintergrundwissen fällt meine Wahl aufs Wäschemachen.

Sobald ich die Tür zur Wäschekammer öffne, sehe ich ürbigens die Lösung zum Rätsel, warum man immer vor dem Kleiderschrank steht und „Ich habe nichts zum Anziehen“ schimpft. Augenscheinlich ist dies ein räumliches Problem.

Denn der Wäschekorb ist bereits wegen Überfüllung geschlossen. Um ihn herum hat sich eine Pyramide aus getragener Kleidung gebildet. Vielleicht ist es wirklich zu wenig Anzuziehen – aber davon ist es eine ganze Menge. Aber wer will schon jammern – auf ans Werk – die meiste Arbeit macht sowieso die Waschmaschine.

wäsche

Das eigentliche Drama entsteht, wenn man fertig ist. Die gesamte Wäsche hängt wohlriechend auf dem Wäscheständer und der Wäschekorb ist nach Stunden der Anstrengungen endlich leer.

Man möchte sich gerade einen Moment entspannen, bis man bemerkt, dass das Lieblingskleidungsstück getragen und leicht müffelnd über der Stuhllehne hängt. Genervt geht man schauen, ob auf dem Wäscheständer noch Platz ist. Nur um dort festzustellen, dass die liebreizenden Kater ein Talent dafür haben, Kleidung vom Wäscheständer zu ziehen. Außerdem können sie aus den verborgensten Ecken der Wohnung Staubmäuse auftreiben. Inzwischen wissen die Kater sogar, wie sie diese beiden Talente miteinander verbinden…

DailyBadLuck

Nie endende Wäscheberge

Habe die Ehre
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11 Gedanken zu “Die Wäsche

  1. Mittlerweile sind deine täglichen Beiträge Teiö des Morgenrituals. Herrlich dein Humor! Arbeite nicht zu lang! Und wenn es dich tröstet, meine Katzen machen sich mittlerweile einen Spaß draus Blumen samt der Töpfe quer durch die Wohnung zu ziehen. Heute Nacht unter den Wäscheständer mit frischer Wäsche 😝

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  2. Ich hoffe, dass dein Chef dir dann einen „Ausgleichstag“ unter der Woche gönnt. Ist der nicht sogar Pflicht?

    Aber ansonsten kenne ich das: Unter der Woche – schuften, Wochenende – Haushalt. Im Urlaub wird dann Kram erledigt, der nicht mehr ins Wochenende passte. Wo ist da eigentlich noch Platz für Freizeit? *mecker*

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  3. Ach nee! War gestern Freitag der Katzentiere? Wie immer halbwach nahm ich mir eine frischgefaltete Hose aus dem Kleiderschrank, direkt von oben weg. In der Bahn bemerkte ich dann, weil ich da wohl langsam erwachte, dass meine Katerchen den Hosenstapel als geheimen Wohlfühlort auserkoren hatten. Da waren mehr Katzenhaare als Hosenstoff an meinen Beinen zu sehen.

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