Der Arzt

Krank ist das neue gesund!

Wer mal Mediziner im privaten Umfeld erlebt hat, weiß, warum in sehr vielen Medikamenten Alkohol oder rauschförderne Substanzen enthalten sind.

Das soll die Leistungen von Ärzten und deren Helfern allerdings nicht mindern. Schließlich kämpfen viele von ihnen regelmäßig um die Gesundheit ganzer Völkerstämme und das ist wohl mehr, als die meisten anderen Menschen von sich behaupten können.

Der Werdegang vom Medizinstudenten bis zum vollwertigen Facharzt ist auch kein Zuckerschlecken. Es dauert Jahre und frisst neben Zeit auch eine ganze Stange Nerven und Geld. Wer diesen Weg bis zum Ende geht, hat also auch ein gewisses Recht sich für etwas besseres zu halten.

Zumindest in der eigenen Wahrnehmung. In der Praxis (kleiner Wortwitz am Rande) haben die meisten Ärzte scheinbar ihren Frieden damit gefunden, Leuten unabhängig von ihren Symptomen eine Erkältung zu attestieren und einfach mal eine Woche krankzuschreiben.

Das mag vorteilhaft sein, wenn man nur eine Woche Urlaub auf gelben Schein braucht. Aber wenn man wirklich das Bedürfnis nach ärztlicher Unterstützung hat, wäre es nett, wenn man den Mediziner nicht davon überzeugen muss, dass man wirklich Hilfe benötigt.

Oder anders gesagt, wenn ich mich kaum mehr bewegen kann, weil ich stechende Schmerzen im Unterbauch habe, möchte ich nicht einen Tropf mit Elektrolyten und eine Schmerztablette. Viel lieber wäre mir, der Blinddarm wäre gleich beim ersten Anlauf entfernt worden.

arzt

DailyBadLuck

Ärztliche Routine

Habe die Ehre
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7 Gedanken zu “Der Arzt

  1. Ich hab an der Uni mal Mediziner im Physikpraktikum betreut – für viele wohl eine der unangenehmeren Hürden auf dem Weg zum fertigen Arzt. Seitdem traue ich mich beim Arzt nicht mehr, meinen Beruf zu nennen. Wer weiß, ob der Gott in Weiß nicht ein sehr lang anhaltendes Trauma hat und sich stellvertretend an mir für die Qualen des Physikums rächt.

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  2. Tja, geht mir genauso. Wenn ich nur eine Erkältung oder mal Magenprobleme habe, brauche ich eigentlich keine langwierige Untersuchung. Da reicht mir der Schein.
    Wenn ich aber etwas „größeres“ habe, will ich auch ernstgenommen werden!

    Was ich schon für Sachen erlebt habe… Nach Ernährungsumstellung (Diät wg. Übergewicht) wegen anhaltendem Durchfall zum Arzt und höre nur „Freuen Sie sich doch, dass Sie Durchfall haben. Dann nehmen Sie noch schneller ab!“ Das war dann die gesamte Diagnose!
    Oder wegen Ausschlag am Arm… Arzt sitzt hinter dem Monitor, tippert und fragt „Wie lange… Irgendwas besonderes gemacht… Welche Stelle… Wie sieht der Ausschlag aus?“ Bei letzter Frage hab ich dann aber einfach mal demonstrativ den Arm hochgehoben und meinte „Guggen Sie halt mal selbst!“ Herrgott.

    Ich kann schon verstehen, dass Menschen heutzutage eher im Internet nach Diagnosen suchen, als zum Arzt zu gehen. Weil du teilweise von Ärzten einfach nicht mehr gründlich untersucht wirst. Es fehlt bei voller Praxis und durchschnittlich zwei Stunden Wartezeit auch einfach die Zeit dafür. Sowas ist traurig!

    Die Idee, dass Menschen sich „selbst krankschreiben“ können, sprich nicht mehr wegen jedem kleinen quersitzenden Pups eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung brauchen, fände ich großartig. Dann wären die Wartezimmer leerer, was nicht nur zu verminderten Wartezeiten, sondern auch zu geringerer Ansteckungsgefahr führen würde (ich will nicht wegen einem Impf-Termin eine Grippe, Durchfall und Röteln mit heimschleppen!) und die Ärzte hätten mehr Zeit für die wirklichen Fälle.

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