Die Stimmung

If you’re happy and you know it…

Es ist mal wieder Samstag. Ich sitze wieder auf Arbeit und als wäre das nicht schlimm genug, hat sich das Schicksal viel Mühe gegeben mir den Tag zu versauen. Ein typischer „Ich stehe mit dem falschen Fuß auf und ab dann geht es nur noch bergab“-Tag. Schimmel im Frühstückspaket, Verkehrsteilnehmer, bei denen mir nichts Positves einfallen möchte und ein Getränkeautomat, der meinen letzten Euro gefressen hat, mir dafür aber kein Getränk gegeben hat. Und als I-Tupferl 9 Stunden arbeiten. Großartig – das volle Programm des Glücks.

Sowas hat jeder schonmal erlebt und da muss jeder mal durch. Ich finde es per se nicht verkehrt sich dann auch mal aufzuregen oder einfach schlecht gelaunt zu sein. Wenn man sich so einer Laune hingibt, muss man nur darauf achten, dass man sie nicht an Dritten auslässt. Anstand und Respekt sollten stimmungsunabhängig vorhanden sein.

Wenn ich schlechte Laune habe – dann sieht man mir das schon aus einiger Entfernung an. Selbst wenn ich mich bemühe etwas positiver zu wirken, wer mich länger als 5 Minuten kennt merkt, dass da etwas nicht stimmt.

So stand ich also „gut“ gelaunt am Getränkeautomaten, während eine flüchtige Bekanntschaft den Raum betrat. Ich weiß nicht, was meine Laune verraten hat. Vielleicht war es meine Mimik. Vielleicht war es aber auch das rythmische Klopfen meiner Hand am Automaten. Jedenfalls fühlte sie sich berufen, mich aufheitern zu wollen.

Mir stand der Sinn nicht nach Smalltalk. Doch wie gesagt, Anstand und Respekt… Außerdem muss ich gestehen, dass mich schon einige Leute quasi gegen meinen Willen aufgeheitert haben. Also, was soll’s.

Ihr Ansatz war, dass ich mir einen Heilstein besorgen könnte und etwas meditieren solle. Auch Yoga könne mir helfen. Und ich…. ähm…. sagen wir mal so – wem das hilft, bitte, soll sich jeder damit wohlfühlen, meins ist es nicht.

Mein Hinweis, dass ich solche Dinge nicht nützlich finde, wenn ein Automat mein Geld frisst, wurde charmant überhört. Auch der deutliche Hinweis, dass mir Heilsteine an gewissen Körperteilen vorbeigehen – einfach ignoriert.

Irgendwann kam mir der Gedanke, dass es vielleicht doch kein Versuch war mich aufzumuntern. Scheinbar bin ich kurzfristig Zielobjekt der Kampagne für Esoterik am Arbeitsplatz geworden.

stimmung

Genau das was ich heute gebraucht habe. Soviel zum Thema Anstand und Respekt.

DailyBadLuck

zu wenig Yoga

Habe die Ehre
X

3 Gedanken zu “Die Stimmung

  1. Pingback: Die Gleichgesinnte – my daily bad luck

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s