Das Tattoo

I love Mutti!

Mein halbes Leben spiele ich Gitarre. In meiner Jugend habe ich in Bands gespielt und hier und dort stand ich sogar auf einer Bühne und durfte rocken.

Als ich dann älter wurde, kam der Entschluss, dass meine Leidenschaft auch ein Teil meines Aussehens werden sollte. Seitdem zieren Gitarrenhals und Gitarrenkopf meinen rechten Oberarm bishin zur Schulter kurz unterm Hals.

Für mich ist es eine Form der persönlichen Verwirklichung. Dabei geht es mir nicht darum, andere zu beeindrucken oder irgendwie „hart“ zu wirken. Das Tattoo ist ein Geschenk von mir an die Musik und für den Romantiker in mir.

Als ich tätowiert wurde hat mir mein Stecher (höhö) erzählt, dass es wohl nicht das letzte Tattoo für mich sein wird. Er erzählte mir, dass es für viele eine Art Sucht wird – immer noch ein Tattoo. Bis der Körper voll ist oder der Geldbeutel leer.

Er sollte sich irren. Das eine Tattoo reicht mir und ich bin froh über meine Entscheidung nur dieses eine Tattoo zu haben.

Ich würde diese Weitsicht auch vielen anderen wünschen. Doch dem Anschein nach bin ich eher eine Ausnahme. Zumindest wage ich zu bezweifeln, dass Menschen die sich „lustige“ Emoticons oder Comics auf gut sichtbare Stellen an Hals und Kopf tätowieren sich mit der Frage befasst haben, ob sie das wirklich ihr ganzes Leben lang haben möchten.

tattoo

Aber warum sollte man sich mit so einer lapidaren Fragen befassen, wenn man stattdessen mit einem krassen Tattoo in sozialen Netzwerken prahlen kann?

DailyBadLuck

Der Wert von Tattoos

Habe die Ehre
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8 Gedanken zu “Das Tattoo

  1. Auf Gznther von Hagens Körperwelten sah ich vor Jahren, als die Ausstellung noch ein Aufschrei war, ein in Scheibchen geschnittenes Tatoo. Ich war so erleichtert, dass es keins der Motive war, die sich Freunde von mir in die Haut gravieren ließen und denke gerade: „Trendtatoos sichern eine gewisse Anonymität.“

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  2. Ich habe eine ähnliche Einstellung: Ich hätte immer gern eins gehabt. Echt jetzt! Aber dabei ist es auch immer geblieben. Und soll ich was sagen ……. es hat mir nie was gefehlt.
    Es ist immer noch so, jetzt mit 55, dass ich gern eins hätte, aber es wird wohl so bleiben wie bisher, nämlich dass ich die Einstellung dazu haben werde, aber es dann dennoch lassen werde.

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  3. Ach, jedem das Seine. Und wer seinen Bauchnabel in einen Affen-Arsch verwandeln will, bitte 🙂

    Nur das Gegenargument „Aber wenn du alt bist, wird es in labbrigen Bahnen vom Körper hängen“ kann ich nicht mehrhören. Wenn ich alt bin, wird meine Haut so oder so in labbrigen Bahnen vom Körper hängen – ob mit Tattoo oder ohne…

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