Der Sonnenbrand

Einmal Murphy gut durch, bitte.

Nicht, dass es einen Unterschied machen würde. Ich mag gebräunte Haut. Man wirkt gesünder, vitaler und ich finde, dass es auch schöner aussieht. Aus irgendeinem Grund nehme ich gebräunte Menschen auch zufriedener und glücklich wahr. Kein Wunder also, dass ich etwas Bräune für mich beanspruchen will.

Die Realität ist allerdings folgende: Wenn ein Glas Milch neben mir steht, könnte es mit viel Glück so wirken, als wäre irgendetwas wirklich noch weißer, als ich es bin. Ich bin das menschgewordene Weiß. Mich gibt es nicht in gebräunt. Bestenfalls in rot.

Meine Kollegen fahren, so wie ich auch, im Sommer viel Fahrrad. Dazu verbringen wir unsere Pausen gern mal am Fluss nebenan. Kurz gesagt, wir sind alle viel draußen und tanken viel Sonne. Nach wenigen Wochen sehen alle aus, als hätten sie die letzten Tage in der Karibik verbracht. Alle, bis auf mich.

Das Jammern kann ich auch noch damit untermalen, dass meine Haut, wenn sie sich denn mal farblich verändern möchte, lieber zu rot als zu braun neigt.

sonnenbrand

Immerhin, in extremen Umgebungen scheint mein Körper tatsächlich zu bemerken, dass eine gewisse Bräune angebracht ist. Jedes Fleisch wird in einer heißen Pfanne irgendwann knusprig braun. Nach meinem Aufenthalt im Death Valley (immerhin mit ~50°C) konnte man endlich auch meiner Haut ansehen, dass ich im Urlaub war.

Dummerweise konnte ich mich über diese Bräune nicht richtig freuen. Denn einhergehend mit dem dunkleren Teint war die Erkenntnis, dass es vermutlich besser gewesen wäre, bei 50°C eine Kopfbedeckung zu tragen.

Wenn man sich die Haare mit Panthenol waschen muss und der gesamte Kopfbereich aussieht, als hätte man die Schamesröte als Dauergast, freut man sich einfach nicht mehr über schöne braune Haut am restlichen Körper.

DailyBadLuck

irgendwann pellt sich Sonnenbrand

Habe die Ehre
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2 Gedanken zu “Der Sonnenbrand

  1. Seit ich hier in Südfrankreich bin, weiß ich, wie sich ein Schwarzer unter lauter Weißen fühlen muss. Mir geht es nämlich wie dir, ich bin auch fleischgewordenes Weiß. Ausserdem schütze ich mich akriebisch vor der knallenden Sonne. Sieht nicht schick aus, ist aber gesünder 😎

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  2. Mir geht’s auch so. Nach Mooonaten intensiver Sonneneinwirkung kann man – wenn man genau hinschaut und Fantasie mitbringt – einen kleinen T-Shirt-Streifen am Arm erkennen.

    Ich habe mir ebenfalls mal einen fiesen Sonnenbrand geholt, weil ich dachte, ein Tag bei praller Sonne macht schon nichts aus. Dummerweise war ich im Bikini. Ich hatte derartige Schmerzen, dass ich das Gewicht des T-Shirts (!) nicht mehr auf meiner Haut ertragen konnte. An Schlafen war gar nicht zu denken, da ich mich dann ja hinlegen und mein Körpergewicht auf meiner Haut spüren musste.
    Ab Tag 5 AS („after Sunburn“) fing meine Mutter an, mich ständig abzusaugen, damit ich nicht überall Hautfetzen verliere.
    Wuaah, nie wieder! Seither gibt’s nur noch Sonnenmilch 50+ 😀

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