Die Produktplatzierung

Manipulation von Kindesbeinen an

Egal, wo man ist, Werbung lauert überall. In Zeitungen, im Fernsehen, im Radio – sogar hier in unseren eigenen Blogs sind wir nicht vor Werbung sicher.

Niemand von uns mag Werbung. Trotzdem erreicht sie uns, ob wir wollen oder nicht.

  • Wenn’s um Geld geht…
  • Auf diese Steine…
  • Ich will so bleiben, wie ich bin…

Na? Alle erkannt? Wir können uns nicht dagegen wehren. Unser Kopf hat manch einen Mechanismus, den die Werbeindustrie schamlos ausnutzt.

Ein Trend nennt sich „Produktplatzierung“. Ein Kinofilm zum Beispiel dient nicht nur der Unterhaltung, sondern soll gleichzeitig auch werben. Der Zuschauer wird teils bewusst und teils unbewusst beeinflusst.

Der Marketingexperte in mir findet dieses Konzept total toll. Der besorgte Zuschauer hingegen fragt sich, seit wann machen die das eigentlich schon? Kurz Wikipedia gefragt – seit 1930?! Herrje, dann hat es mich mit Sicherheit auch schon erwischt. Speziell als Kind habe ich doch recht viel vorm Fernseher gelungert.

Also, sofort Stichproben der alten Trickfilme suchen, die ich früher als Kind gern gesehen habe. Mal schauen welche geheimen Botschaften enthalten sind.

produktplatzierung

Tom and Jerry: In einem Haus einer dicken schwarzen Frau neigt man zu häuslicher Gewalt.
Das wirkt politisch nicht ganz korrekt, ist aber erstmal keine Aufforderung was zu kaufen. Soweit kein Problem für mich.

Popeye: Ein deformierter Mann mit Sprachstörungen löst alle Probleme mit Spinat.
Da mein persönlicher Spinatkonsum auch eher überschaubar ist und meine Frau nicht Olivia heißt, hat mich diese Serie scheinbar auch nicht beeinflusst.

Bugs Bunny: Ein Hase, eine Ente und ein Jäger versuchen sich regelmäßig und vor allem aus niederen Motiven zu verletzen oder gar umzubringen. Manchmal haben sie sogar Erfolg.
Hier haben wir es also, zwar hatte es keinen direkten Einfluss auf mich. Hält man sich jedoch vor Augen, dass dieser Zeichentrick einer der ältesten und erfolgreichsten in Amerika ist, man versteht schlagartig, warum die Amerikaner ihre Waffengesetze nicht ernst nehmen.

Optional dazu waren es vielleicht alles einfach nur Trickfilme.

Das heutige DailyBadLuck wird gesponsert von…

unterschwellige Botschaften

(esst mehr Kekse)

Habe die Ehre
X

 

6 Gedanken zu “Die Produktplatzierung

  1. Tja …. was soll man sagen ….. war da nicht was, dass der Mensch den freien Willen hat, Werbung zu ignorieren, und beim Einkaufen nur auf das zu achten, was er wirklich braucht und auf den Preis. Nein? Oh, dann habe ich da vermutlich was falsch verstanden 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe meine Zeitschriften-Abos gekündigt, besitze dank Online-TV keinen echten TV mehr (daher auch keine Werbeblöcke mehr) und verwende in allen Browsern Flashblock, Addblock und wie sie alle heißen.

    Als ich einmal auf den Internet Explorer umsteigen musste (danke, liebe Webdesigner, die ihr nur einen Browser testet), war ich regelrecht geschockt, was da alles an Werbung blinkt und blitzt. Ich hab den Inhalt fast nicht mehr finden können!

    Dennoch glaube ich: Es hilft nicht, unsere Kinder davon fernzuhalten. Aufklärung ist der bessere Weg. Sonst stolpern sie irgendwann doch drüber und kaufen ALLES 😀

    Gefällt 2 Personen

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