Der Traum

1….2.. Murphy kommt vorbei…. 3….4…

Ich hatte einen Traum und nachdem Martin Luther King vorgemacht hat, dass es gut ist über seine Träume zu sprechen, tue ich das hiermit auch. Nagut, der Herr King wurde erschossen und hatte vielleicht in der Geschichte der Menschheit etwas mehr Gewicht als meine Wenigkeit. Ich rede heute trotzdem über Träume.

Als Kind hatte ich regelmäßig Albträume. Keine Ahnung warum eigentlich. Weder habe ich schlimme Filme gesehen noch sonderlich schockierendes erlebt. Das was ich in den Träumen erlebt habe, hatte auch nur in den seltensten Fällen einen Bezug zur Realität.

Einmal wollte mich meine Tür fressen. Ein anderes mal lauerten unsichtbare Wesen auf mich in der Badewanne… sie brauchten das Wasser und wollten meine Beine stehlen. Wie gesagt, es ist war nicht alles sinnvoll.

Vieles ist deshalb auch in Vergessenheit geraten. Die paar Dinge an die ich mich erinner, bringen mich eher zum schmunzeln als zum fürchten. Man lernt ja auch irgendwann auch rational mit seinen Ängsten umzugehen.

Heutzutage träume ich natürlich auch noch. Erstaunlicherweise eher positive oder einfach nur wirre Träume. Ich weiß gar nicht ob ich das in irgendeiner Form steuere. Es gibt ja auch die Form der luziden Träume (Klartraum), wo es dann möglich ist aktiv das Geschehen zu beeinflussen. Jedenfalls haben wirklich schlimme Träume absoluten Seltenheitswert.

traum

Doch wenn Sie kommen, dann wirken sie selbst nach dem wach werden noch ein paar Minuten nach. Gestern träumte ich davon, wie ich aus dem Fenster blickte und ein sehr tief fliegendes Flugzeug über die Stadt flog. Ehe ich mich versah, war das Flugzeug verschwunden – dafür schossen Lichtblitze und Rauchwolken vom Boden in die Luft. Die Stadt versank in Feuer und ich erahnte, dass die Sicherheit meiner Wohnung nicht reichen würde um Schutz zu finden.

Das Ende war da. Ohne eine Erklärung und ohne irgendeine Offenbarung. Es war nur Schmerz, Angst und die Gewissheit, dass die die ich liebe das gleiche fühlen und ich absolut machtlos bin, etwas dagegen zu tun.

Als das Feuer mich erreichte, war es vorbei. Ich wachte auf, etwas aufgewühlt aber insgesamt okay. Durch das angekippte Fenster hörte ich schon die übliche Geräuschkulisse der Großstadt.

Entweder waren dort Bauarbeiter vor meinem Haus, die überhaupt keine Angst vor dem Tod haben oder die Stadt geht gerade nicht in Flammen unter. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte mir – kein Bombenregen auf Berlin. Alles wie immer – alles gut.

War ja auch nur ein Traum. Man stelle sich nur vor, wie grausam die Realität wäre, wenn sowas wirklich passieren würde. Was wäre es nur für eine schlimme Welt, wo wildfremde Menschen in willkürlichen Gewaltakten unzählige Tote fordern würden, ohne das man etwas dagegen tun kann.

DailyBadLuck

Die Angst träumt mit

Habe die Ehre
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3 Gedanken zu “Der Traum

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