Die Haustiere (Katzenedition Teil 2)

Die Kater und das liebe Vieh.

Es ist sehr schwer ein aufmerksames Zimmermädchen zu sein. Vor allem wenn man ein Mann ist und nicht in einer Hotelwirtschaft arbeitet. Dank meiner beiden Kater kann ich nichtsdestotrotz regelmäßig üben. Es heißt schließlich nicht umsonst, Hunde haben Besitzer und Katzen Personal.

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Die anfallenden Arbeiten unterliegen einer gewissen Routine. Im Detail heißt das:

  • Drei Mahlzeiten pro Tag. Wobei jede Mahlzeit ein relativ festes Zeitfenster von 30 Minuten hat. Sofern meine Frau oder ich nicht in diesem Zeitfenster das richtige(!!!) Futter bereitstellen ist das Geschrei groß. Nein, das ist keine Redensart – unsere Kater schreien uns an – laut und ausdauernd.
  • Die zweite Aufgabe sind die Katzenklos. Wir haben davon zwei Mammutversionen. Die möchten jeden Abend gemacht sein. Bei Zuwiderhandlung wird das Katzenstreu gewissenhaft in der gesamten Wohnung (inkl. Bett und Couch) verteilt.
  • Zu guter Letzt möchten beide Lordschaften mit Aufmerksamkeit bedacht werden. Zum einen heißt das, dass sie bespaßt werden wollen (Laserpointer, Schnüre, Raschelkrams) zum anderen dürfen ausgiebige Streicheleinheiten nicht fehlen.

Als Gegenleistung bereichern sie unser Leben mit ihrer Anwesenheit. Außerdem checken sie regelmäßig unsere Vitalfunktionen. Mitten in der Nacht, wenn meine Frau und ich tief und fest schlafen, steht ein Kater neben dem Bett und hat vermutlich folgende Gedankengänge:

„Diener redet nicht mit mir… …Diener streichelt mich nicht…
…Diener füttert mich nicht… …DIENER IST TOT!!!!“

Und weil Katzen mit sieben Leben ausgestattet sind, haben sie nie Reanimationsmaßnahmen gelernt. Aus diesem Dilemma ergibt sich, dass sie einfach versuchen uns ins Leben zurück zu schreien. Wie vorhin beschrieben, dass können sie sehr gut.Auch um kurz vor 4 Uhr morgens.

Ruhe zieht erst dann wieder ein, wenn ein Diener sich erhebt und die beiden Katergemüter in besänftigt. Für gewöhnlich reicht es, wenn man sich ein paar Minuten mit Licht irgendwo hinsetzt. Schließlich sind Katzen intelligent.

Diener hat Licht angemacht – Diener lebt noch.
Habe ich gut gemacht….mhmm…. HABE MIR LECKERLI VERDIENT!!!!

Um unseren Katern diesen sehr anstrengenden Prozess der Totenerweckung zu ersparen, haben wir ihnen irgendwann gestattet bei uns im Bett zu übernachten. Auf diese Weise  haben sie die Möglichkeit mit intensivem „auf dem Bauch liegen“ unseren Puls zu messen oder mit ihren Hintern so dicht an unsere Nasen zu rutschen, dass sie anhand des Atems erkennen, ob wir noch leben. Im Winter ist diese Nähe mitunter auch ganz praktisch. Wenn ein flauschiges Fellknäuel einem die Beine wärmt, ist das echt angenehm.

Der Spaß hört dann auf, wenn die Knubbelkater das machen, was für Sie Zuneigung heißt aber fürs Personal Schmerzen. Ich sage nur soviel: Es gibt Stellen am menschlichen Körper, die sind einfach nicht dafür gemacht, dass ein Tier mit Krallen auf ihnen Milchtritte macht.

DailyBadLuck

Liebe und Schmerz

Habe die Ehre
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Wer nochmal nachlesen mag – hier der erste Teil der Haustier (Katzenedition)

 

5 Gedanken zu “Die Haustiere (Katzenedition Teil 2)

  1. Ich bin sooo froh, dass Herr Moritz wenigstens um DIE STELLEN weiß … Ansonsten kommt mir das arg bekannt vor. Nur dass er Wiederbelebung durchaus beherrscht. Dummerweise aber oft auch „bewegt sich, spricht, atmet“ nicht als Zeichen von Leben hält. *g*

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