Der Schnürsenkel

Ich vermisse Klettverschlüsse.

Als Kind habe ich Schuhe mit Klettverschlüssen geliebt. Ich mochte das ratsch-Geräusch wenn man sie auf und zu gemacht hat und außerdem hat es mir die Strapazen mit dem Schnürsenkelbinden erspart. Das Leben war einfach und unbeschwert und das Anziehen von Schuhen dauerte nur wenige Sekunden.

Meine Finger haben eine ganze Weile gebraucht um zu verstehen, wie man Schlaufen macht. Das Konzept von Knoten dagegen haben sie sehr schnell verstanden. Eins drunter, eins drüber, dann eine Schlaufe hier – fest dran ziehen und schwupps – ein Knoten den man nur noch mit einer Schere lösen konnte.

Mein Vater musste sich einen Nachmittag mit mir hinsetzen und viel Geduld aufbringen. Doch irgendwann habe ich es verstanden und heute beherrsche ich die Schnürsenkel wie kein Zweiter. Notfalls kann ich Schuhe sogar mit geschlossenen Augen binden.

Knoten gehören der Vergangenheit an, mein Groll auf Schnürsenkel jedoch nicht. Vor allem nervt es mich, wenn ich es eigentlich eilig habe, gepflegt und schick aussehen muss und beim ziehen am Schnürsenkel macht es *zing* und ein Ende vom Schnürsenkel ist im Schuhe und das andere, halte ich in der Hand.

schnursenkel

DailyBadLuck

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6 Gedanken zu “Der Schnürsenkel

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