Das Festmahl

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Liebes Tagebuch,

es riecht fantastisch! Der große dicke Zweibeiner hat tatsächlich meinen Geschmack getroffen. Fleisch mit Sauce – eines Königs würdig dargeboten auf einem Teller. Zwar bin ich ein Gott und kein König – aber trotzdem „Gut gemacht“ lobe ich den Zweibeiner. Elegant schwinge ich meinen Astralkörper vom Kratzbaum gen Boden und schlendere schnurstracks zum Festmahl.

Die Portion entspricht etwa dem doppelten von dem, was meine alten Diener mir früher brachten. Geschmacklich ist es auch etwa so, als würde man vom Frühstück an der Tankstelle in ein 5 Sterne Restaurant umsiedeln.

Während ich meine  Mahlzeit inhaliere, stellt der kleine Zweibeiner eine Schüssel an meine Seite. Nanu? Rieche ich… Milch? Die beiden Zweibeiner lernen schnell und gut!

Die Schüssel Milch ist etwas zu voll geraten. Doch ich denke mir, „lieber haben als brauchen“ und nippe noch 2-3x an der Milch. Eigentlich ist schon gar kein Platz mehr in mir aber ein paar Schlückchen gehen schon irgendwie rein. Es ist einfach zu lecker.

Der Moment in dem ich merke, dass ich beinahe platze ist der Moment, wo ich mich auch erinnere, dass ich in einem fremden Raum bin. Die beiden Zweibeiner starren mich nach wie vor an. Sie wirken zufrieden. Vermutlich weil ich sie für die ausreichende Mahlzeit gelobt habe. Es scheinen dankbare Diener zu sein.

Das die Situation nicht so gut ist wie mir schien, merke ich, als ich mich vom Teller wegbewegen will. Mein Körper rebelliert gegen mich! Eine ungewohnte Schwere durchzieht mich von Schwanzende bis zur Ohrenspitze! Irgendwas stimmt hier nicht!

Ich habe das Gefühl ein wenig zu taumeln. Ich sollte mich erstmal zurückziehen und die Lage genausten analysieren. Sollten die beiden Zweibeiner mich womöglich vergiftet haben? Der Kratzbaum scheint mir ein geeigneter Zufluchtsort zu sein. In Höhen, welche für die Zweibeiner unerreichbar sind, kann ich die Situation sicher ruhiger und besser bewerten.

Doch soweit komme ich schon gar nicht mehr. Auf halben Weg pulsiert mein Bauch als wäre er von Dämonen befallen. Mein Hals fängt an zu vibrieren. Uhg Uhg Uhg…. Ich schreie um Hilfe – doch wer sollte mich schön hören? Durch irgendeine Hexerei weigert sich mein Körper das Festmahl in sich zu behalten.

Der Spu(c)k ist so schnell vorbei wie er begonnen hatte. Irritiert und etwas panisch führe ich meinen Plan fort und begebe mich auf den Kratzbaum. Oben angekommen bemerke, dass die Zweibeiner aufgeregt umherlaufen. Sie sammeln jenes matschige Zeug ein, was mein Körper gerade ausgestoßen hat. Irgendwas führen die beiden wohl doch im Schilde…

Ich werde weiter berichten.

Maunz


Auch kleine Dinge machen die Welt besser

hfh

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