Das machen wir nochmal

und andere offensichtliche Dinge

Die kommenden Tag wird es vermutlich die ein oder andere Form der Frage geben, wie der Urlaub war. Ja, und was sage ich dann eigentlich? Meine Frau war krank und ist bis heute nicht komplett genesen, ich habe mir zwischendurch den Fuß angehauen und merke auch das noch immer. Das Wetter war isländisch-durchwachsen und unterm Strich habe ich dann doch am Ende jeden Tages soviel Schönes gesehen und erleben dürfen. War das der Urlaub, den ich wollte? Natürlich nicht. War es ein guter Urlaub der mir viel gegeben hat? Auf jeden Fall.

Heute war der letzte Tag in Island. Morgen geht es um 7.35 Uhr mit dem Flieger zurück nach Deutschland. Gerade schaue ich in den Wetterbericht und sehe 26°C für Berlin. Ich schwitze schon bei dem Gedanken daran. Na gut, wir sehen dann auch endlich unsere Kater wieder und auf die freue ich mich tatsächlich sehr.

Aktuell hält sich der Herzschmerz über den baldigen Abschied in Grenzen. Natürlich ist es Schade, dass wir wieder zurück müssen. Andererseits hatten wir jetzt zweieinhalb Wochen voller Abenteuer und es überwiegt die Dankbarkeit, überhaupt so privilegiert zu sein. Und so ganz nebenbei bemerkt, kommen wir im August auch schon wieder her. Genauer gesagt sind wir in 74 Tagen wieder hier – aber wer zählt schon?

Den heutigen Tag haben wir dazu auch noch mal genutzt, um uns von Island zu verabschieden. Ursprünglich gab es die Idee, dass wir den äußeren Südwesten unsicher machen. Vielleicht zu ein paar Klippen oder der Kontinentalspalte. Am Ende setzt sich dann aber doch die Idee durch, dass wir noch mal zu unseren Lieblingen fahren. Denn einerseits können wir uns dann ganz kitschig noch mal verabschieden und noch wichtiger: wir haben damit auch den ganzen Tag etwas zu tun. Gute 400km Autofahrt + Aufenthaltszeit wollen erstmal erledigt werden.

Island präsentierte sich dazu einmal mehr im klassischen Wettermix. Zwischen Sonne, Regen, Wind und vermutlich noch 17 anderen Wettervarianten fuhren wir als erstes noch einmal zum Geysir Strokkur.

#noFilter

Der Wind wehte sehr kalt aber das sollte uns nicht daran hindern, noch ein paar Ausbrüche zu bewundern. Ich habe übrigens gerade per Zufall herausgefunden, dass ich im Blog wohl Slideshows machen kann. Was würde sich dafür denn besser eignen, als ein Ausbruch des Strokkur?

Ich glaube, es ist gerade das erste mal, dass ich selbst gespannt bin, was ich hier im Blog gebaut habe. Wie dem auch sei. Der Strokkur war als Herzenssache ein dankbarer Start in den Tag. Wir hatten das Vergnügen, dass er einmal gleich dreimal innerhalb weniger Sekunden in die Luft schoss. Ich deute das als Zeichen, dass der Strokkur sich auch von uns gebührend verabschieden wollte.

Als nächstes fuhren wir dann ein ganzes Stück gen Osten. Es ging zum Skógafoss – dem Liebling meiner Frau. Strategisch war das insofern clever, weil es dort auch ein Restaurant gibt und wir damit auch gleich noch mal versorgt waren.

Ein Wasserfall, der auffällt

Ja und was soll man da sagen? Kaum das wir beim Skógafoss ankamen, riss die Wolkendecke auf und etwas Sonne strahlte uns vom blauen Himmel aus an. Auch hier ist der Verdacht also durchaus begründet, dass auch der Skógafoss uns vernünftig verabschieden wollte.

Dank Gras – ohne Menschen

Nach einer kurzen schöne Weile mussten wir uns dann leider auch hier trennen und die 2,5 Stunden lange Fahrt zum Flughafenhotel antreten.

bis bald ❤

Und hier sitzen wir nun. Es ist Ortszeit kurz vor 19 Uhr. Den Mietwagen haben wir bereits abgegeben und unser Hotelzimmer bezogen. Wir haben einen ganz interessanten Blick, denn manchmal sehen wir Flugzeuge starten. Zu unserem Glück sind die Fenster äußerst schalldicht und somit werden wir wohl eine ruhige Nacht verbringen. Nachher können wir schon unsere Koffer einchecken. Das heißt. wir werden dann morgen, kurz vorm Aufstehen gleich zum Security-Bereich marschieren und völlig übermüdet einem vermutlich ebenfalls müden Isländer erklären, dass wir tatsächlich sehr viel Foto-Equipment haben.

Ein Freund von uns holt uns dann vom Flughafen ab. Wenn alles gut läuft, werden wir gegen Nachmittag auf der Couch sitzen und vielleicht ist das dann schon der Moment, wo wir anfangen werden, Island zu vermissen.

An dieser Stelle auch noch mal ein Danke an alle, die diesen Blog mitgelesen haben. Ich weiß, dass ich manchmal viel und manchmal auch wirr schwurbeln kann. Das hier und dort Endungen oder ganze Wörter flöten gehen, macht es nicht besser. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, wie viele Leute sich das ganze gegeben haben und manchmal dann auch noch mir dazu geschrieben haben. Vielen Dank dafür ❤

In diesem Sinne

Vielleicht liest man sich im August wieder

Habe die Ehre
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3 Antworten zu „Das machen wir nochmal”.
  1. Avatar von wortgeflumsel

    Guten Heimflug für euch und danke fürs Teilen der wunderbaren Eindrücke und Bilder 🙏 hach, ich hab Fernweh…

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    1. Avatar von mydailybadluck

      Wenn du jemals einen Reiseführer für Island brauchst, lass es mich wissen 😉

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