Streiche, die der Kopf spielt
Für alle wenig überraschend, geht es für uns auch in diesem Jahr wieder nach Island. In gut einer Woche werden wir zurück in unsere Wahlheimat. Wir werden wieder mit dem Auto durch unzählige ikonische und spektakuläre Landschaften fahren. Dabei wird es Dinge geben, die wir bereits kennen und im gleichem Maße Dinge, die wir so noch nie erlebt haben. Am Ende steht sehr sicher, dass wir eine gute Zeit hatten.
Aber davor kommen erstmal wieder alle Sorgen, die man eigentlich gar nicht braucht und bei denen man im Regelfall weiß, dass es im Grunde auch gar keine Sorgen sind. Also manches sind vielleicht doch Sorgen… aber ihr wisst was ich meine.
Gestern zum Beispiel ist mir ein Stück einer Krone abgebrochen. Wenn das so ohne Kontext dasteht, hat man vielleicht Sorge um mein Königreich. Ich meinte indes meinen Backenzahn. Da tut jetzt zwar nichts weh und der Bereitschaftszahnarzt war auch recht entspannt. Die Meinung der Expertin kriege ich allerdings erst morgen. Als jemand, der wegen körperlicher Blessuren bereits mehrere Urlaub absagen musste, nervt mich aber allein dieser Zustand gerade.
Egal – im Zweifel kaue ich eben nur mit den anderen Zähnen oder es gibt halt Suppe. Das Problem wird sich schon irgendwie lösen oder aushalten lassen. Aber dann kommen da noch die anderen Gedanken.
Das Wetter. In Island hat der Wetterbericht einen Trend dazu, sich wie Glücksspiel anzufühlen. Im Juni zog zwischendurch mal ein Blizzard über das Land. Aktuell regnet es… seit Wochen… und wenn ich mir den aktuellen Wetterbericht anschaue… es wird nicht besser:

Und natürlich kann es sein, dass wir im Urlaub viel Regen abkriegen werden. Es kann aber auch sein, dass wir nichts davon erleben. Wir sind eigentlich routiniert genug, um zu wissen, dass es mühsam ist, sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen. Das hindert aber weder meinen Kopf daran es trotzdem immer mal wieder zu versuchen noch, und damit sind wir beim nächsten Thema, sich auf die Frage auszuwirken: Was packen wir eigentlich?
Wir schaffen es recht souverän unsere Koffer so zu packen, dass wir knapp – aber mit Gewissheit unter dem erlaubten Gewicht der Fluggesellschaften bleiben. Allerdings klappt das deshalb so gut, weil wir sonst eher zwei Wochen wegfliegen. Jetzt sind es drei Wochen. Das mag nach nicht viel mehr klingen. Aber legt mal T-Shirts, Unterwäsche oder vielleicht noch einen Pullover zusätzlich zu einem vollen Koffer und dann fragt euch, was mach ich eigentlich, wenn es wirklich Schietwetter gibt? Ja, was macht man? Das gleiche wie die Urlaube davor. Das Beste aus der Situation, ist doch klar!
Ihr merkt, meine Sorgenwelten sind nicht mal sonderlich kreativ für einen Urlauber. Wetter, Gepäck und natürlich darf nicht fehlen, was hier in Deutschland alles schiefgehen könnte. Ich erinnere da an unseren Urlaub in Bayern, als das Nachbarhaus aufgrund eines Feuers evakuiert werden musste.. Oder den gleichen Urlaub, wo eine Hochdruckwasserleitung platzte…
Doch dann denke ich mir, wir haben ganz wunderbare Menschen, die auf unsere Kater aufpassen. Vermutlich haben die genug Selbsterhaltungstrieb, um Feuer, Wasser UFO-Entführungen und was sonst noch alles passieren könnte, ebenfalls gut zu lösen.
Und schließlich könnte uns auch in Island einiges bevorstehen. Zweimal saßen wir bereits wegen Wind fest. Aktuell erhebt sich die Erde auf der Halbinsel, auf der der Flughafen ist und ein Vulkanausbruch scheint nahe und wie beschrieben, ist man auch im Sommer nicht zwangsläufig vor einem Blizzard sicher.
Nur, nützen diese ganzen Sorgen und Ängste irgendwem? Mir zumindest nicht. Das Leben macht für gewöhnlich sowie so, was es will und bislang muss man doch sagen, meinten es die Urlaube in der Vergangenheit doch sehr sehr gut mit uns.
Schieben wir es also auf die Aufregung. Der Vorfreude tut es auch keinen Abbruch. Island – wir kommen!
In diesem Sinne
Habe die Ehre
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