Der Tag im Perlan
Heute war es dann soweit. Wir hatten einen Tag mit schlechtem Wetter. Ich schreibe diese Zeilen, während mir die Sonne in den Rücken scheint und mir das Sonnenlicht einmal mehr aufzeigt, dass ich dringend den Bildschirm meines Laptops reinigen sollte. Aber es ist auch schon 20 Uhr vorbei und bis vor einer guten Stunde regnete es im lebensbejahenden Grau in einer Tour.
Der Wetterbericht hatte sowas bereits angekündigt. Insofern waren wir wenig überrascht. Da in diesem Urlaub das schlechte Wetter einen gewissen Seltenheitswert genoss, machten wir heute das, war wir eigentlich schon mehrmals zuvor machen wollten: Wir haben uns mal ausgeschlafen. Gegen 9 Uhr begann dann aber doch so langsam der Tag. Murphy, meine Frau und ich beschlossen einstimmig, dass heute nicht viel auf dem Programm steht.
Unser erster Stopp war etwas, was wohl in keinem Hochglanz Urlaubsvideo zu sehen sein wird: Wir waren bei der Post in Selfoss. Zwar hatten wir bereits vor 2,5 Wochen in den Westfjorden begonnen Postkarten zu schreiben, sie wurden aber erst heute fertig und nun darf ich auch offiziell verkünden, dass sie allesamt auf dem Weg zu ihren Empfängern sind.
Als nächstes Ziel ging es dann nach Reykjavík und dort ins Perlan. Das ist ein sehr hübsches und interaktives Naturkundemuseum.

Drinnen direkt ein Ticket gekauft, fancy Armbänder als Eintrittskarten gekriegt und sofort waren wir mittendrin. Als erstes haben wir uns eine Nordlicht-Show angeschaut. Das darf man sich vorstellen, wie ein Planetarium. Drinnen wird dann 20 Minuten mit einer netten Geschichte einiges über Nordlichter erzählt und natürlich auch bildgewaltig gezeigt.

Als jemand, der bereits in den Genuss kam Nordlichter zu sehen, darf ich sagen, dass die Show schon sehr schön visuell das echte Erlebnis einfängt. Natürlich kommt in der freien Natur noch mal mehr Zauber hinzu, wenn man Nordlichter erlebt. Aber für eine Show ist das schon echt gut gemacht und hat uns prima auf den Tag eingestimmt.
Danach schlenderten wir dann durch diverse Bereiche des Museums. Es gibt hier unfassbar viel zu lesen, sehen und lernen. Mir hat das richtig Spaß gemacht. In einem Raum wird erklärt, wie die Vulkane auf der Insel sich verhalten, im nächsten Raum findet man viel Wissenswertes über allmöglichen Vögel Islands. Dazu dann auch eine Wand, die den Látrabjarg nachempfunden ist.

Dazu gesellen sich immer wieder kleine nette Animationen, die den ganzen Aufenthalt auflockern. Beispielsweise steht man im Bereich, der viel über das Wasser in Island erklärt, auf einmal auf Gläsern, untern denen allmögliche Fische und sogar Wale langschwimmen.

Manchmal gibt es auch Dinge, bei denen die Gestalter des Museums einfach mal Bock hatten, irgendwas verrücktes zu machen. So findet man beispielsweise auch einen gigantischen Schrimp hier.

Und allgemein fand ich es sehr beeindruckend, wie spielend moderne Technik verwendet wird, um Wissen zu transportieren. Es gibt hier ein Spiel, bei dem man durch die eigene Handbewegung einen Fisch steuert und dann hin und her schwimmt und die Evolution bis zum Säugetier „durchlebt“. An anderer Stelle wird in einem Kettenvorhang abgespielt, welche Wasserfälle es alles in Island gibt. Es gab auch interaktive Karten, einige Touchdisplays und vieles mehr. Alles sehr intuitiv und unterhaltsam.

Am Eingang wurde uns noch gesagt, dass man im Durchschnitt so 1-2 Stunden hier verbringt. Wir haben dann noch was gegessen und waren nach etwas mehr als 4,5 Stunden wieder draußen. Ich würde auch sagen, dass wir nicht mal die Hälfte aller Informationstafeln aufmerksam gelesen haben. Ich kann mir sehr lebhaft vorstellen, dass man es hier auch einen ganzen Tag aushält.
Wir sind dann wieder zurück in unser Urlaubs-Zuhause. Eben waren wir noch in einem kleinen lokalen Restaurant essen. Morgen ist dann auch schon unser letzter vollständiger Tag. Abends werden wir bereits den Mietwagen und die Koffer abgeben. Da wir schon einen guten Plan für morgen haben, sei der Abschied gern ein Thema für morgen Abend und noch nicht jetzt.
Jetzt geht es erstmal kugelrund ins Bett. Ich freue mich auf das, was morgen kommt.
In diesem Sinne
Habe die Ehre
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