Da war ja was
Der heutige Blog-Beitrag startet mit der Frage, ob der Seeweg von Kiel nach Norwegen eigentlich zu den ominösen „Internationalen Gewässern“ gehört. Ihr kennt die Begrifflichkeit auch, oder? In jedem zweiten Krimi wird in jenen Gewässern ein Mord begangen oder hemmungslos mit Glücksspiel und Drogen eine Abenteuer gestrickt.
Ich für meinen Teil werde ab kommender Woche auf einem Kreuzfahrtschiff diese Strecke absolvieren. Zwar bin ich bislang weder auf einen Mord vorbereitet (weder als Opfer noch als Täter), noch habe größeres Interesse am Glücksspiel. Immerhin trinke ich ab und zu ein bisschen Alkohol und damit hätte ich den Drogenanteil der internationalen Gewässer zumindest in Ehren gehalten.
Auch wenn meine Geschichte damit dann eher nicht verfilmt wird, reicht es aber doch um festzustellen, dass ein neues Abenteuer auf mich wartet. Nach Jahren, in denen meine Frau und ich in Island die maximale Einsamkeit suchten (und fanden), werde ich ab Samstag zwischen 5.200 anderen Passagieren auf einer schwimmenden Stadt an der norwegischen Küste entlang segeln… also… motorisiert und ohne Segel.
Bislang hat mein Kopf aber noch nicht so richtig verarbeitet, was da eigentlich passiert. Während ich die letzten Jahre bereits Monate vor der Abreise aufgeregt war, erwische ich mich gerade immer noch dabei, dass ich mitunter sogar vergesse, dass es bald losgeht.
Versteht mich nicht falsch. Ich habe durchaus Vorfreude. Zusammen mit meiner Mama und meiner Frau wird das eine bestimmt grandiose Woche auf See. Man muss wohl auch kein Prophet sein, um zu erahnen, dass die norwegische Küste spektakulär ist und es für das ein oder andere Urlaubsfoto reichen wird. Aber es fühlt sich eben anders an als sonst. Vermutlich ist das so, weil es eben auch anders ist.
Was jedoch nicht anders werden soll, ist der Gedanke, dass ich auch dieses mal ein Reisetagebuch schreiben möchte. Und wie jedes mal, habe ich keine Ahnung, wie gut oder schlecht das wird. Ich habe offen gestanden auch noch keine Idee, was genau ich dann hier eigentlich berichte. Soweit ich es gelesen habe, besteht das Schiff zu 95% aus Restaurants. Die Chancen stehen also auch nicht schlecht, dass das hier spontan zum Foodblog wird.
So ganz banal muss auch erstmal das völlig überteuerte Internet auf dem Schiff halbwegs funktionieren, bevor ich überhaupt was veröffentlichen kann. Aber im Zweifel schreibe ich meine Texte eben vor und veröffentliche sie dann nachträglich.
Es wird also nicht mehr lange dauern und bald wissen wir dann auch alle, ob es für mich heißt „Yay, geil AIDA“ oder „Auf keinen Fall wIDA„
In diesem Sinne. Drückt mir die Daumen für gutes Internet, noch besseres Essen, dass das Schiff nicht untergeht und insgesamt eine schöne Reise (Mehrfachwünsche sind möglich).
Habe die Ehre
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