Plan nach Plan
Müsste ich das Jahr bislang bildhaft beschreiben, dann fällt mir als erstes dieses Spiel mit den Holzklötzen ein. Ich meine, es heißt Jenga? Ich könnte das Internet befragen, aber wo bliebe da der Spaß? Und ihr wisst doch, was ich meine. Man hat einen Turm aus kleinen Holzteilen und muss abwechselnd Teile herausziehen, bis irgendwer total frustriert das ganze Ding umwirft und fluchend die Wohnung verlässt.
Das Leben wollte es, dass ich mich vermehrt mit unserem hiesigem Gesundheitssystem auseinandersetze. Man bemerkt dabei sehr schnell, wie zynisch dieser Name eigentlich ist. Denn weder ist dieses System gesund, noch fördert es die Gesundheit. Zumindest nicht in den Kreisen, in denen ich verkehre.
Aber ich will keinen Blog schreiben, der über das Schlechte dieser Welt berichtet. Zum einen hätte ich da viel zu viel zu schreiben. Zum anderen gibt es auch schöne Dinge zu berichten.
Da wäre zum Beispiel: Ich habe ein neues Auto gekauft. Es hat sich ergeben, dass wir quasi jenes Modell haben werden, welches uns bislang bei so manchen Islandtouren gut gefallen hat. Fairerweise haben wir eine Variante ohne Allrad (das fanden wir dann für Deutschland doch etwas unnötig). Aber hey… ungeachtet einer ökologischen Diskussion freut mich ein neues Auto natürlich schon.
Und noch größer als das: Wir haben erneut für dieses Jahr Island gebucht. Es ist dann das sechste? siebte? achte mal auf der Insel? Egal – Island!!! Für einen Moment war ich trotzdem geneigt, meinen Blog in „My Daily Island“ umzubenennen, hab es dann aber offensichtlich doch gelassen.
Vor langer langer Zeit hatte ich den Gedanken, dass ich Reisetagebücher über die vielen Länder schreibe, die ich besuche. Mittlerweile ist es eher die Herausforderung geworden, wie man transportiert, dass die gleichen Orte in Island, jedes mal anders schön sind. Meine Zuversicht, dass auch dieses mal ein paar schöne Erinnerungen dabei entstehen werden, ist wenig überraschend riesig.
Zumal in diesem Urlaub mindestens eine Sache auf jeden Fall neu sein wird. Unsere engsten Freunde hoben jüngst die Hand und stellten fest: 3 Wochen Island ist vielleicht etwas viel für sie. Aber vielleicht zum Start mal eine Woche? Und so wird es dieses Jahr die Premiere geben, dass wir zwischenzeitlich zu viert die Wunder Islands entdecken werden. Das ermöglicht natürlich auch ganz andere spannende Möglichkeiten. Ich werde beispielsweise damit zum ersten mal in Island Beifahrer sein. Als Beifahrer habe ich dann auch beide Hände für die Drohne frei… Ich will mich gar nicht zu sehr vorfreuen. Aber ja.. ich habe mega viel Vorfreude.
Damit aber auch noch nicht genug. Eigentlich wollten wir zusätzlich ein paar schöne Tage irgendwo mit meiner Mutter verbringen. Sie sitzt im Rollstuhl und jeder der mal erfahren möchte, wie es ist, behindert zu werden, sollte mal versuchen eigenständig ein barrierefreies Zimmer zu buchen. Da kommen die wildesten Dinge zustande… „Ja, also die Rezeption unseres barrierefreien Hotels ist rollstuhlgerecht. Zu den Zimmern führen aber Treppen.“ Und das denke ich mir leider nicht aus… es ist wild.
Ich habe den Kampf aufgenommen – muss aber mittlerweile sagen – ich scheitere… aber auch das nur für den Moment. Ich werde nämlich in ein Reisebüro gehen und jemanden verhaften, all meine Probleme zu lösen. Ihr ganzen blöden Reiseportale… den Kampf habt ihr vielleicht gewonnen – aber die Schlacht wird an mich gehen! Ich bin gespannt, was aus der Geschichte wird. So oder so ist ein kleiner Urlaub mit ihr geplant und warum nicht mal eine Kreuzfahrt oder so?
Und wenn das erstmal steht, wird es vermutlich immer noch eine Woche (oder vielleicht sogar zwei) geben, wo wir etwas unternehmen können. Mit unserem neuem Roadtrip-Auto… vielleicht mal nach Italien? Meine Frau wäre wohl nicht abgeneigt und warum eigentlich nicht? Wir haben die letzten Jahre auch keinen Strand mehr mit passenden Temperaturen zum Baden erlebt (Island macht sowas möglich).
Und ganz am Ende der Aufzählung kommt die Idee, die uns mehr und mehr begleitet. Wir bereiten uns gedanklich als auch praktisch mehr und mehr auf einen Hund vor. Durch die Reisen und ein paar bereits geplante Dinge wird es wohl erst nächstes Jahr soweit sein. Aber… Hund!!! Es ist alles sehr aufregend.
Ein Hund wird dann ziemlich sicher auch dazu führen, dass wir wohl oder übel mal mindestens ein Jahr auf Island verzichten müssen. Aber dann haben wir auch ein Auto, wo ein Hund problemlos mit uns durch die Weltgeschichte fahren kann. Ihr seht – es wird vielleicht doch noch was, mit den Reisetagebüchern aus anderen Ländern.
In diesem Sinne
Habe die Ehre
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