
Das Kind in mir unter der Dusche
Duschen ist bei mir ein kurzfristiges Vergnügen. Es dauert etwa 3 Minuten inklusive Haare waschen. Da ich mir nicht täglich die Haare wasche, kann man sich ausmalen, dass meine Zeit unter der Dusche für gewöhnlich sehr überschaubar ist.
Es ist mehr eine Routineaufgabe ohne Emotionen in irgendeine Richtung. Eine Prozedur des Alltags eben. Bis dann auf einmal eine Seifenblase an mir vorbeischwebte. Nanu? Wo kommt die denn her? Während des Waschens hat sich scheinbar eine Schicht der Seife zwischen meinen Fingern gebildet und… da schwebte sie nun. Könnte ich womöglich noch mehr davon machen?
Ja, kann ich! Das Kind in mir war erwacht und startete den Wettkampf mit sich selbst, wie groß wohl die größte Seifenblase werden kann. Nun bin ich kein Experte auf dem Gebiet, aus meiner Laiensicht war die Seifenblasendichte in meiner Duschkabine jedoch sehr beeindruckend.
Mit der Zeit hatte ich scheinbar genug Seife verwendet, dass auch die Wände der Duschkabine die Blasen nicht mehr zum platzen brachten. Sie setzten sich an den Wänden ab und zersprangen nur, wenn der Wasserstrahl sie traf.
Mit Duschkopf bewaffnet und in bester James Bond Manier erlegte ich sämtliche Seifenblasen. Kurze Zeit später stand ich im Handtuch eingewickelt im Badezimmer und schmunzelte etwas über mich selbst. Tjaja, das Kind in mir hatte wohl mal wieder die Oberhand gewonnen.
Habe die Ehre
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