Wir sind da!

Es wurde auch Zeit

Mein Neid gilt denen, die vor einem Urlaub nicht aufgeregt sind. Um halb 6 war die Nacht vorbei. Gegen 11 Uhr wollten uns Freunde zum Flughafen bringen. Also, noch mal in Ruhe duschen, alles noch mal im Kopf durchgehen und sicherstellen, dass man nichts vergessen hat. Es war kurz nach 6 Uhr als ich alles erledigt hatte und merkte: Das wird ein langer Tag.

Der Weg zum Flughafen passiert in Berlin ziemlich genau so, wie man sich einen Weg zum Flughafen in Berlin vorstellt. Man nimmt jede erdenkliche rote Ampel mit und ist dankbar, über jede Minute, die man auf dem Papier zu früh losgefahren ist.

Der Check in und Sicherheitsbereich verliefen ereignislos. Das Warten auf den Flieger war ebenfalls überschaubar, was die Spannung angeht. Obligatorisch gab es dann auch noch eine Verspätung beim Boarding. Der Abflug selbst ist dann kommentarlos auch noch mal um 30 Minuten verschoben worden und dennoch ging es dann endlich guter Dinge nach Island.

Endlich Urlaub

So ein Flug dauert ab Berlin etwa 3,5h und fällt damit eher in den Bereich „internationaler Katzensprung“. Blöderweise habe ich nur meine Bluetooth Kopfhörer mit während das Flugzeug nach wie vor erwartet, dass man sich per Stecker in an den Fernseher anstöpselt. So gab es den Herrn der Ringe eben ohne Ton.

Kaum aus dem Flieger raus, kamen auch schon unsere Koffer hochmotiviert über ein Laufband gewubbelt. Der Urlaub darf endlich starten. Nur noch den Mietwagen holen und auffi… oder eben eine Stunde bei Europcar am Schalter stehen. Das zugeteilte Objekt hört auf den Namen Kia Sportage. Ich werde sicher die Tage mal ein Bild einstellen. Die Koffer passen rein, dass Innenleben passt für uns und so ging es los.

Wrumm Wrumm!

Und zwar exakt 200m bis zur Ausfahrt vom Mietwagengelände. Dort steht eine Schranke, welche nach Einfuhr der Parkkarte sagte „Puh.. nee… versuchs noch mal“. Mittlerweile war es knapp 19 Uhr (21 Uhr deutscher Zeit) und ich war wirklich nicht in Stimmung für Mobbing von Schranken. Also wieder zu Europcar, neue Parkkarte geholt und endlich ging es dann wirklich los.

Wir dich auch, Island. Wir dich auch ❤

Die Fahrt sollte uns 1,5h lang in Richtung Borganes führen. Ein kleines Hotel abseits einer kleinen Stadt. Auf der Fahrt zeigte uns Island dann auch gleich, warum wir hier sind. Die Sonne ging unter und tauchte alles in WOW! Egal wo man hinblickte, es war atemberaubend.

Abendstimmung bringt Stimmung am Abend

Irgendwann sagte dann das Navi „Hier abbiegen“. Und wenn man in einem fremden Land ist und nicht weiß, was passiert, dann hört man auch auf sein Navi.

Wir fuhren runter von einer gepflegten asphaltierten Straße und waren auf einmal auf einem Schotterweg. Für Island nicht sonderlich ungewöhnlich. Allerdings wurde die Spur schmaler und schmaler. Links und rechts wucherte Geäst auf den Weg. Neigungen und Steigungen kamen dazu und keinerlei Möglichkeit zu wenden. Es hat einen ganz besonderen Charme von Abenteuer, wenn man nach einem viel zu langem Tag mit dem Gedanken umgehen muss, dass man einer Mietwagenfirma wohl gleich ein Auto schulden wird.

Der panische Moment hielt aber Gott sei Dank nicht zulang an. Das Auto hat die Tour unbeschadet überstanden und ich liege für diese Zeilen bereits in einem isländischen Bett.

Es ist schön wieder hier zu sein. Ich freue mich auf morgen. Sogar noch mehr, als ich mich jetzt auf eine gehörige Mütze voller Schlaf freue 😉

Habe die Ehre
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2 Kommentare zu „Wir sind da!

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